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Presseberichte über das Bergbaumuseum |
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Aachener
Zeitung 16.6.2007
Junge
Künstler mit Ernst und großer Ausstrahlung
Auftakt
für die „Phönix"-Konzertreihe im
Bergbaumuseum. Preisträger des Wettbewerbs
„Jugend musiziert" begeistern das
beifallfreudige Publikum. Beim heutigen Abschluss
werden alle Mitwirkenden noch einmal auftreten.
Alsdorf.
Wir leben in Zeiten, in denen mit Penetranz die
schnelle ökonomisch-berufliche
„Verwertbarkeit" junger
Menschen gefordert wird. Schön sind in diesen
Zeiten hochtalentierte musische Mädchen
und Jungen zu beobachten. Ihnen wird von
Eltern und Umfeld
Zeit eingeräumt, ihre Talente zu entfalten -
jenseits schneller Verwertbarkeit, jenseits des
ebenso gefährlichen Gegenextrems,
sie einem „Laissez-faire" ohne
Verantwortung zu überlassen. Musische junge
Menschen, das zeigte der Auftakt der „Phönix"-Konzertreihe
im Bergbaumuseum, strahlen eine
Ernsthaftigkeit und innere Spannkraft aus, die
ihnen im Gegensatz zu den Glücksrittern
des Augenblicks auch im späteren Berufsleben -
sei dies nun in der Musik oder in anderen
Branchen - langfristig zugute kommen dürfte.
Den Beginn des gut besuchten „Phönix"-Auftaktkonzerts
machte das Ensemble „Alte Musik".
Die Gruppe
fand sich im vergangenen Jahr zusammen und
spielt seither so
erfolgreich, dass die vier jungen Musiker
den ersten Preis beim Wettbewerb
„Jugend musiziert" mit der absolut höchsten
Punktzahl errangen. Christine Beimel (Violine),
Damian Reiser (Cello), Benedict Schulz
(Cembalo) und Tabea
Seibert (Querflöte) lieferten bei der
Ciaccona von Maurizio Cazzati
ein Meisterstück von homogener Harmonie:
beginnend mit dem Cello-Pizzicato, dem
stufenweisen Einsatz der anderen Instrumente,
dem heiteren „Nachlaufen"
der Stimmen bis hin zum brummelnden Cello-Finale,
wiederum im Pizzicato. Schön wurde der tänzerische
Charakter der Sonate en trio D-Dur von
Jacques Martin
Hotteterre umgesetzt, und die Interpretation von
Telemanns Sonate g-moll lebte von der
angesprochenen jugendlichen Vitalität und
geistigen Spannkraft.
Die Duo-Besetzung Klavier (Katrin Illian) und
Posaune (Nils Florian Saatkamp) hört man nicht alle
Tage, und auch das Gehörte war
für das „klassische Ohr" gewöhnungsbedürftig
wie hochinteressant. Atmete noch die Cavatine in
Des-Dur von Camille Saint-Saebs
den Geist des klassisch-romantischen
Musikzeitalters, fühlte man sich bei der
Sonatine des zeitgenössischen
Komponisten Jacques Casterede sozusagen am „Puls
der Zeit". In den Klangclustern der beiden
17-jährigen Interpreten meinte man das
moderne und mitunter hektische „Großstadtgetriebe"
herauszuhören.
Nach der Pause schlug die Stunde der Geschwister
Quoc-Vinh Nguyen und Quinh-Mai Nguyen. Der 17-jährige
Quoc-Vinh ist Schüler von Andreas Frölich -
musikalischer Leiter der mit veranstaltenden
„Stichting Euriade" - und erster
Preisträger von „Jugend musiziert".
Bei der Sonate Nr. 5 c-moll von Ludwig van
Beethoven überraschte
er die Zuhörer mit einer verwegen-virtuosen
Interpretation. Gemeinsam mit seiner 15-jährigen
Schwester,
Klarinettistin und Mitglied im glänzenden Landesjugendorchester
NRW, spielte er zum Abschluss sehr schön
und perlend-melodiös das „Grund
Duo concertant" von Carl Maria von Weber.
Ein „schade, aber" legte sich auf die
Stimmung des beifallfreudigen Publikums,
„schade", dass ein wunderschönes Konzert
sein Finale gefunden hatte. Das „Aber" signalisierte
die Vorfreude auf den Samstag, wenn um 17 Uhr beim
Abschlusskonzert
der „Phönix"-Reihe noch einmal alle
Mitwirkenden
auftreten werden.
Beim Empfang vor dem Konzert hatte Karl-Peter
Schroeder vom Verein Bergbaumuseum Vertreter des
Kooperationspartners „Stichting Euriade"
mit dem Vorsitzenden Dr. Dr. Werner Janssen an der
Spitze, Sponsoren, Schirmherrn MdL Reimund
Billmann, Bürgermeister Helmut Klein und Landrat
Carl Meulenbergh begrüßt. (jope)
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Aachener
Nachrichten vom 12.5.2007
Hort
für die Figur der Barbara im Entwurf
Hauptversammlung
des Vereins Bergbaumuseum Grube Anna 2 erfuhr
Details zu Plänen der Barbara-Kapelle auf dem
alten Zechengelände. Vorstellungen von Prof.
Ludwig Schaffrath hoch gelobt. Mit Energeticon
„auf gutem Weg".
Alsdorf.
Das Licht fällt durch einen kurzen Schacht, der
aus der Halbkugel herausragt, in das Grubengewölbe.
Farbigen Glasflächen in der Schachtröhre könnten
das Sonnenlicht umlenken und so eine Fläche
zwischen den abgehenden Streckenstümpfen
erleuchten, an der die Sankt Barbara-Figur ihren
Platz finden wird.
So
das Szenario einer Barbara-Kapelle, die der
Bergbaumuseumsverein gerne errichtet sehen würde.
Dies als Hort der Figur der Heiligen, die im April
aus der ehemaligen EBV-Hauptverwaltung in
Kohlscheid nach Alsdorf geholt worden war. Der
Entwurf der Kapelle stammt von Professor Ludwig
Schaffrath. Der Plan sieht einen ebenerdigen Bau
vor, der - bis auf den Eingang und dem aus der
Halbkugel herausragenden Schachtstumpf -von einem
Hügel überdeckt wird. Der international
renommierte Künstler berichtete seinen Zuhörern,
nachdem der Wunsch des Vereins an ihn
herangetragen worden sei, von seiner spontanen
Idee, dem Kapellenbau einen sternförmigen von
einer Halbkugel überdeckten Grundriss zu geben.
Prähistorische
Form
Damit
gelinge es, wie Ludwig Schaffrath erläuterte, die
Form eines schon in prähistorischen Zeiten bergmännisch
hergestellten Grubenbaus zu übernehmen, bei dem
auf der Sohle eines nur wenige Meter tiefen
Schachtes die Lagerstätte nach allen Richtungen
soweit abgebaut wird, wie es die Licht-, Luft- und
Sicherheitsverhältnisse zuließen. Im Entwurf
deuten einzelne stumpfe Strahlen abgehende
Strecken an und sollen bewusst „das Gefühl der
Dunkelheit und Enge untertägiger Grubenbaue"
verstärken.
Die
bei der Hauptversammlung anwesenden
Vereinsmitglieder der Erinnerungspfleger waren vom
Konzept überzeugt und lobten ausdrücklich Ludwig
Schaffraths künstlerischen Bauentwurf, der nun
bald, wie der Sprecher des Arbeitskreises
Barbarakapelle, Hans-Georg Schardt, mitteilte, von
einem Architekten und einem Statiker in baureife
Pläne umgesetzt werden soll. Zur Finanzierung
dient auch die zurzeit laufende Spendenaktion
„Ein Haus für St. Barbara".Im großen
Rathaussaal fand die Hauptversammlung des Vereins
Bergbaumuseum Grube Anna 2 statt. Vorsitzender
Josef Kohnen, Geschäftsführer Dr. Georg Kehren
und Kassierer Bernd Macht konnten vor starker
Besucherkulisse eine in allen Bereichen positive
Entwicklung des Vereinslebens aus dem vergangenen
Jahr schildern.
Im
Umfang des Geschäftsberichts, der die Aktivitäten
der verschieden Arbeitskreise umriss, kamen die
Zuhörer in den Genuss einer kleinen, aber
beeindruckenden Uraufführung: Ihnen wurde zum
ersten Mal die vor zwei Jahren vom Verein
erworbene Filmsequenz aus einer UFA-Wochenschau
vorgeführt, in der über die Beerdigung der Opfer
des großen Grubenunglücks vom 21. Oktober 1930
berichtet wurde. „Ein einmaliges Dokument dieser
schrecklichen Ereignisse", so Dr. Georg
Kehren. „Sicherlich aber auch die erste
Begegnung der Stadt Alsdorf mit dem Medium
Film."
Film
zu kaufen
Der
jetzt kopierte und vervielfältigte Filmstreifen
sei, so die Vereinsführung, wie die übrigen
Publikationen im Vereinsbüro erhältlich. Josef
Kohnen dankte, allen Mitarbeitern für die
ehrenamtlich geleistete Arbeit, „die oft unter
schwierigen äußeren Bedingungen zu leiden"
gehabt hätte. Für die Bewältigung der sich
abzeichnenden Veränderungen, die im Zusammenhang
mit der Gründung des Vereins „Euregionales
Zentrum für Energieentwicklung und
Bergbaugeschichte und mit dem Bau des Energeticons
zu sehen sind, sei der Verein jetzt auf einem
guten Weg. (hgs) |
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Aachener
Nachrichten vom 12.5.2007
Alte
Schaltschränke sollen Kunstinteressenweichen
Ausschuss
für Stadtentwicklung wollte keine Debatte über
Pläne mit Landes-Eigentum. Bergbaumuseum auch im
Energeticon.
von unserem Redakteur Wilfried Rhein
Alsdorf. Zu klären, wer was mit wessen
Grundeigentum machen kann und darf, nahm gewisse
Zeit in Anspruch. Der Ausschuss für
Stadtentwicklung hielt es mehrheitlich aus eben
diesen Besitz- Standsüberlegungen nicht für an
gebracht, über Umbauten im Fördermaschinenhaus
(Eduardschacht) des Bergbaumuseums zu diskutieren.
Wenn er in öffentlicher Sitzung über Veränderungen
im privaten Wohnumfeld beispielsweise des Grünen-Sprechers
Hartmut Malecha laut nachdenken würde, hätte der
betroffene alles Recht, sich zu beschweren. Diesen
Vergleich zog Ausschuss vorsitzender Gustl Rinkens
(SPD) heran, die Rechte des Eigentümers - die LEG
für das Land Nordrhein-Westfalen - zu wahren. In
der Konsequenz hieß das, der Antrag der Grünen-Fraktion
sei abzulehnen.
Inhalt des Antrags war, die Korrespondenz zwischen
Grünen und Bergbaumuseums-Vorstand so zu
thematisieren, dass die Auswirkungen erheblicher
Umbauten in diesem denkmalgeschützten Be reich
deutlich werden sollten. Hintergrund ist die
Nutzung der Industriehallen für kulturelle
Zwecke, die deutlich mehr Platz fordern als jetzt
durch Schaustellung alter Schaltschränke gegeben
ist.
Die so genannte Umformerhalle soll nach den Plänen
der ausführenden LEG, deren Vertreter Christoph
Kemperdick die Ausschusstagung verfolgte, Raum für
rund 400 Gäste bieten. Zu der bereits seit Jahren
gepflegten Konzertreihe
vor allem für den Nach wuchs klassischer
Musikkunst wird sich die alte Zechenhalle für das
europäische Kunstforum „Gemaal" (Genk,
Eupen, Maastricht, Alsdorf) öffnen müssen.
Die Unterstation, informierte Christoph Kemperdick
in zufälliger Aktualität, also der frühere Hort
für „Gemaal", sei gerade Mittwoch per
Notarvertrag an den niederländischen Investor
verkauft worden. In der Option, über die die
„Nachrichten" berichteten, war man von
einer Diskothek aus gegangen. Weitere Konzeptdetails,
sagte der LEG-Vertreter, wären offenbar in
Arbeit.
Was nun in der Umformerhalle verändert werde,
obliege nicht der Stadt Alsdorf. Beruhigen konnte
der Ausschuss dennoch mit dem Wissen, dass es neue
Restaurierungspläne gebe, die man mit dem
Museumsverein bespreche. Und dieser sei inzwischen
auch Mitglied im jungen Trägerverein des „Energeticon".
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Super
Sonntag 22.4.2007
Barbara-Statue
auf „Spenden-Tournee
Figur
erinnert an Bergbau-Vergangenheit
Alsdorf. Zwei Wochen lang wird die Figur
der heiligen Barbara in der Christus-König-Kirche
in Alsdorf-Busch zu sehen sein.
Sie ist angekommen. Zwei Wochen lang wird die
Figur der heiligen Barbara, die Jahrzehnte
untertage auf der Grube Anna I verbracht hat, in
der Christus-König-Kirche in Alsdorf-Busch zu
sehen sein. Anschließend wird sie alle Alsdorfer
Kirchengemeinden und Altenheime besuchen. Denn sie
ist auf Tournee, auf „Spenden-Tournee". Die
Figur reist in den kommenden Monaten nicht allein
durch die Kirchen. Begleitet wird sie von einer
alten Gezähekiste, in der kein Bergmannswerkzeug
mehr lagert. Sie ist zur Spendenkiste geworden.
Heimat in Kapelle
Denn mit der Tour der Barbara hofft der Verein
Bergbaumuseum Wurmrevier, einen Teil des Baus der
Barbarakapelle in der Nähe der Kraftzentrale auf
dem Annagelände finanzieren zu können. Professor
Ludwig Schaffrath, der weltbekannte Alsdorfer Künstler,
bat die Baupläne entworfen, die am Mittwoch, 9.
Mai, um 19 Uhr im Rathaus vorgestellt werden sollen.
Etwa 100 000 Euro wird die Kapelle kosten, in der
die Barbara-Figur eine dauerhafte Heimat finden
soll. Bis dahin muss sie wohl noch oft getragen
werden. Was jedes Mal ein Kraft- und Balanceakt
ist. Denn die 1,30 Meter große Figur wiegt mehr
als 100 Kilo, was ihre Träger vor eine große
Herausforderung stellt. Zwar wurde sie bereits auf
eine Holzplatte montiert, um sie besser handhaben
zu können, doch ist jeder Schritt mit ihr
anstrengend. Gestern sind sieben Träger nötig,
um sie die Stufen zur Kirche hinauf zu bugsieren.
Mehr als 30 Meter am Stück können die Männer
kaum mit ihr zurücklegen. „Sie ist
schon sehr schwer. Zum Glück müssen wir sie nur
etwa alle zwei Wochen tragen", sagt
Vereinsmitglied
Hans-Georg Schardt, in dessen Kombiwagen das gute
Stück von Kirche zu Kirche transportiert wird.
Bis die Kapelle fertiggestellt sein
wird, wird die heilige Barbara reisen. Eventuell
auch in andere Städte mit
Bergbauvergangenheit. „Die Reiseroute ist noch
offen für weitere Stationen", sagt
Bergbaumuseumsvereinsvorsitzender Josef Kohnen.
Das nächste wird in zwei Wochen das Altenheim St.
Josef in Alsdorf-Busch sein, (ste)

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Aachener
Zeitung vom 21.4.2007
Barbara-Statue
startet ihre „Spendenreise"
Im
Annapark soll nach Plänen von Professor
Schaffrath eine Kapelle gebaut werden, dafür wird
in Kirchen, Geschäften und Banken Geld gesammelt.
Die Original-Skulptur, die einst untertage stand,
soll dort einen festen Platz finden.
Alsdorf. Zum zweiten Male innerhalb weniger Wochen
war die geballte Muskelkraft gestandener Männer
des Vereins „Bergbaumuseum Wurmrevier"
gefordert -und eine Dame war die Ursache! Vorständler
und Mitglieder des von Josef Kohnen geführten rührigen
Vereins hatten jüngst aus der Foyer-Wand der früheren
EBV-Hauptverwaltung in Kohlscheid jene Statue der
heiligen Barbara gehievt, die bis 1992 in der
Grube Anna untertage als Schutzpatronin der
Bergleute fungiert hatte (die AZ berichtete).
Jetzt brachten die bewährten Knappen die 1,30
Meter große und 100 Kilogramm schwere Skulptur
vom Bergbaumuseum in die katholische Pfarrkirche
Christus-König nach Busch, wo sie Pfarrer Konrad
Dreeßen mit einem Gebet einsegnete. Vier Wochen
lang wird die heilige Barbara dort
bleiben. Vor dem Altarraum in Busch wurde eine
Gezähekiste, in der die Barbaraskulptur
transportiert wurde, als markantes
Spendengefäß für den beabsichtigten Bau einer
Barbara-Kapelle im Annapark aufgestellt. Am
Samstag, 21. April, wird1 dort um 17 Uhr in einem
Gottesdienst der Beginn der „Spendenreise"
von St. Barbara gefeiert.
Weitere Etappenziele sind das Altenheim St. Josef
und die evangelische Immanuel-Kirche. Beide sind
ebenfalls in Busch beheimatet - jener alten
schmucken Bergarbeiter-Siedlung, die sich in
unmittelbarer Nähe zu den ehemaligen Gruben Anna
I und Anna II befindet. Die übrigen
Kirchengemeinden und Seniorenheime im Stadtgebiet
werden danach ebenfalls die heilige Barbara einige
Zeit beherbergen.
Der Bau der Barbara-Kapelle, für die an allen
kirchlichen Aufenthaltsorten der Heiligen-Skulptur
gesammelt wird, erfolgt nach einem künstlerischen
Entwurf des Alsdorfer Glaskünstlers Professor
Ludwig Schaffrath. Der Ehrenbürger der
Ex-Bergbaustadt wird seine Arbeit während der
Jahreshauptversammlung des Vereins Bergbaumuseum
Wurmrevier am 9. Mai um 19 Uhr im Sitzungssaal des
Rathauses vorstellen.
In Übereinstimmung mit Professor Hans Berger, der
sich für die Überlassung der Barbara an den
Museumsverein stark gemacht hatte, und allen
anderen Beteiligten wird - wie von Professor
Schaffrath gewünscht das Original der
Barbara-Figur in der Kapelle seinen Platz finden.
(jope)
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Aachener
Nachrichten vom 20.4.2007
„Spenden-Tour"
der Barbara-Figur ist ein Balanceakt
Bergbaumuseumsverein
präsentiert die Schutzpatronin in den Alsdorfer
Kirchen. Ihre Träger kommen ins Schwitzen.
von
unserem Mitarbeiter Stefan Schaum
Alsdorf. Das erste Etappenziel einer langen
Reise ist erreicht. Zwei Wochen lang wird die
Figur der heiligen Barbara, die Jahrzehnte
untertage auf der Grube Anna I verbracht hat, in
der Christus-König-Kirche in Alsdorf-Busch zu
sehen sein. Anschließend wird sie alle Alsdorfer
Kirchengemeinden und Altenheime besuchen. Denn sie
ist auf Tournee, auf „Spenden-Tournee". Die
Figur reist in den kommenden Monaten nicht allein
durch die Kirchen. Begleitet wird sie von einer
alten Gezähekiste, in der kein Bergmannswerkzeug
mehr lagert. Sie ist zur Spendenkiste geworden.
Denn mit der Tour der Barbara hofft der Verein
Bergbaumuseum Wurmrevier, einen Teil des Baus der
Barbarakapelle in der Nähe der Kraftzentrale auf
dem Annagelände finanzieren zu können. Professor
Ludwig Schaffrath, der weltbekannte Alsdorfer Künstler,
hat die Baupläne entworfen, die am Mittwoch, 9.
Mai, um 19 Uhr im Rathaus vorgestellt werden
sollen.
Etwa 100 000 Euro wird die Kapelle kosten, in der
die Barbara-Figur eine dauerhafte Heimat finden
soll. Bis dahin muss sie wohl noch oft getragen
werden. Was jedes Mal ein Kraft- und Balanceakt
ist. Denn die 1,30 Meter große Figur wiegt mehr
als 100 Kilo,
was ihre Träger vor eine große Herausforderung
stellt. Zwar wurde sie bereits auf eine Holzplatte
montiert, um sie besser handhaben zu können, doch
ist jeder Schritt mit ihr anstrengend.
Gestern sind sieben Träger nötig, um sie die
Stufen zur Kirche hinauf zu bugsieren. Mehr als 30
Meter am Stück können die Männer kaum mit ihr
zurücklegen. „Sie ist schon sehr schwer. Zum Glück
müssen wir sie nur etwa alle zwei Wochen
tragen", sagt Vereinsmitglied Hans-Georg
Schardt, in dessen Kombiwagen das gute Stück von
Kirche zu Kirche transportiert wird. Bis die
Kapelle fertig gestellt sein wird, wird die
heilige Barbara reisen. Eventuell auch in andere
Städte mit Bergbauvergangenheit. „Die
Reiseroute ist noch offen für weitere
Stationen", sagt
Bergbaumuseumsvereinsvorsitzender Josef Kohnen.
Auf ihrer ersten Station in der Christuskönig-Kirche
wird die Ankunft mit einem Gottesdienst gefeiert,
der am Samstag, 21. April, um 17 Uhr beginnt.

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Aachener
Zeitung vom 29.3.2007
Erinnerung
an Zechenorte
SPD
schlägt Hinweise auf alte „Anna"-Stätten
vor
Alsdorf. Als „durchaus gelungen" erscheint
die Umgestaltung der alten Zechenbrache Anna
inmitten der Stadt dem
SPD-Stadtverbandsvorsitzenden Heinrich Plum. Um früheren
Kumpel und allen Interessierten eine räumliche
Zuordnung ehemaliger Zechenaufbauten geben zu können,
hat Heinrich Plum einen Antrag formuliert, welchen
er dem Bürgermeister zukommen ließ.
Hinweistafeln sollten zur Orientierung auf dem
rund 45 Hektar großen Gelände verhelfen. „Wie
es erfreulicherweise der Bergbaumuseumsverein mit
einer Stele für die Schutzpatronin der Bergleute
gezeigt hat", erläutert der Alsdorfer
SPD-Vorsitzende. Bei der Frage nach den Kosten für
diese Aktion gibt Heinrich Plum einen Querverweis
auf den Trägerverein Energeticon sowie Sponsoren.
„Neben
dem historischen Wert dieser Maßnahmen käme eine
Werbung für das Energeticon als weiterer
bedeutender Effekt hilfreich hinzu", vermutet
Heinrich Plum. Würde dem Antrag gefolgt, könnten
vom Annaplatz ausgehend innerhalb des weitläufigen
Annaparks an noch zu bestimmenden markanten
Punkten Kennzeichnungen angebracht werden, die an
ehemalige Produktionsstätten oder Zechengebäude
erinnern.
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Aachener
Nachrichten vom 23.3.2007
Einen
Schatz mit nach Hause genommen
Statue
der Heiligen Barbara nach dem Exodus untertage vom
EBV freigegeben. „Zeugnis tiefen Glaubens"
zunächst ins Rathaus.
von
unserem Redakteur Wilfried Rhein
Kohlscheid/Alsdorf. Barbara bockte ein wenig. Es
schien, als mache sie sich extra schwer, weil
schon wieder ein Umzug bevorstand. Schließlich lösten
die Zupackenden vom Alsdorfer Bergbaumuseumsverein
die knapp hundert Kilo wiegende Statue von dem
massiven Wandhaken. Die begehrte Figur der
Patronin konnte die Reise antreten, die aber noch
nicht deren letzte sein wird.
Mit ihrem dezenten passiven Widerstand, sich aus
der Empfangshalle der EBV GmbH in Kohlscheid
entfernen zu lassen, gebot „Sankt Barbara"
Geduld denjenigen, die in der Alsdorfer Stadthalle
auf das Eintreffen der Statue und anderen Ehrengästen
aus Fleisch und Blut warteten. Nun ist die berühmte
Barbara-Figur - über welche die
„Nachrichten" in der Ausgabe vom 17. März
umfangreich berichteten - wieder in der früheren
Bergbaustadt.
Der Exodus trat ein mit der Aufgabe des
Steinkohlen-Bergbaus im ganzen Aachener Revier.
Das sei schon ziemlich einmalig in der ganzen
Branche, wertete gestern Mittag in der
EBV-Zentrale in Kohlscheid Geschäftsführer
Wolfgang Bujak. Der Stilllegungsbeschluss umfasste
alle Zechen, lediglich in verschiedenen Rhythmen.
Die Statue war seit den 50er Jahren von der 610-
auf die 860 Meter-Sohle von „Anna"
gewechselt, kam 1986 ans Tageslicht. Der vormalige
Kohleförderer Eschweiler Bergwerks-Verein (EBV)
,platzierte die Statue erst 1992 nahe seines
Haupteingangs.
„Wir haben schon mitbekommen, wie die Debatte um
die Übertragung der Barbara-Figur nach Alsdorf
fortschritt" gab sich EBV-Geschäftsführer
Wolfgang Bujak gestern jovial. Und dann habe Hans
Berger vor ihm gestanden.
Sichtbar
und sjcher
Hans Berger, der heutige Saarbrücker, der
Bochumer Gastprofessor, der frühere
Bundestagsabgeordnete und machtvolle Chef der
Bergbaugewerkschaft. Beim Kaffee - und natürlich
mit Zustimmung der
EBV-Immobilien-Muttergesellschaft RAG - sei man überein
gekommen, die Barbara-Statue abzugeben. Und am
Donnerstag sang der Knappenchor St. Barbara zum
letzten Mal, ergreifend, die letzte „Fürbitte"
vor der Heiligen auf Kohlscheider Terrain. „Die
Arbeit ist getan", schmunzelte ein aufgeräumter
Hans Berger in Kohlscheid , etwas später auch in
Alsdorf im vollbesetzten Stadthallenfoyer.
Zwischenstation für die Heiligenfigur, deren
Schicksal so fest noch nicht gezurrt ist, wie sie
in Kohlscheid auf dem Wandsockel stand. Mit
Eigentum und Geschichte müsse man eben sorgsam
umgehen, hatte schon Wolfgang Bujak gemahnt. Auch
Hans Berger lenkte ein, die 'Statue gehöre an
einen Ort, der Sicherheit garantiere, ebenso
jedoch die Zugänglichkeit für die Menschen.
Josef Kohnen, der Vorsitzende des
Bergbaumuseumsvereins Grube Anna 2, war
augenscheinlich erst mal glücklich, die Figur in
Alsdorf zu wissen. „Wir nehmen einen Schatz mit
nach Hause", strahlte der Traditionswächter,
nachdem sein Stellvertreter Hartmut Krämer mit
Kollegen alle Kraft hatte aufbieten müssen, das
130 cm hohe Gebilde aus Gusseisen auf ein
Transportbrett zu legen. .
Ja, einen sicheren Platz werde die Heiligenfigur
bekommen, versprach Bürgermeister Helmut Klein.
Die Statue sei ein Zeugnis christlicher Tradition,
„sie vermag das Bewusstsein der 150-jährigen
Bergbaukultur in Alsdorf vertiefen." Der
Erste Bürger beabsichtigt, die Statue fürs Erste
ins Rathaus zu nehmen und in einer gesicherten
Zone des Foyer zu zeigen. Auch soll die Figur eine
Reise durch Alsdorfer Kirchen antreten.
Wiederum begleitet vom Knappenchor, gestaltete
sich die Übergabefeier in der Stadthalle zum
historischen
Rückblick auf die Barbara-Kultur in aller Welt,
dargestellt von Rudolf Bast, aber auch zur
Dankadresse an die Beteiligten, wozu auch der frühere
Landtagsabgeordnete Hans Vorpeil zählte. Als ein
„wertvolles Zeugnis des tiefen' Glaubens der
Bergleute", segnete der katholische Pastor
Konrad Dreesen die Heiligenfigur. „Eine
katholische Heilige zwar", ließ der
evangelische Pfarrer Ulrich Eichenberg schmunzeln,
„allerdings eine überkonfessionelle". Sie
gehöre in den Besitz all derer, die in
christlicher Solidarität zu den Bergleuten stünden.
„Noch viele Menschen", war Josef Kohnen überzeugt,
„werden ihre Gebete und Bitten an die Heilige
Barbara richten. Überall dort, wo man sie in
Alsdorf sieht."

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Aachener
Zeitung 23.3.2007
Barbara-Statue
wieder daheim
Das
Bergbaumuseum Wurmrevier freut sich über den
„Schatz"
Alsdorf.
Es war eine bewegende „Heimkehr": Die
Statue der heiligen Barbara, die nach der Schließung
der Grube Anna von untertage den Weg ans
Tageslicht und im Foyer der
EBV-Hauptverwaltung eine neue Heimat fand, ist
wieder in Alsdorf. Vorständler des Vereins
„Bergbaumuseum Wurmrevier" brachten
die Statue zur Feierstunde in die Alsdorfer
Stadthalle. Von dort aus wird die Patronin der
Bergleute eine
Wanderschaft durch Alsdorfer Kirchen antreten.
Ihre Bleibe soll sie im Rathaus erhalten, eine
Kopie in einer von Professor Ludwig Schaffrath
gestalteten Kapelle auf dem Annagelände finden -
unweit ihres früheren Untertage-Standortes.
„Wir nehmen einen Schatz mit nach Hause. Und
dies stellvertretend für rund 700 Mitglieder,
welche die Bergmannstradition in Alsdorf lebendig
halten", freute sich
Bergbaumuseums-Vorsitzender Josef Kohnen. Er holte
mit „großem Bahnhof", sprich seinen
Vorstandskollegen die Statue in Kohlscheid ab.
Anfangs zeigte sich die an einer Foyer-Wand
befestigte Schutzpatronin etwas widerspenstig.
Mit vereinten Kräften stemmten Hartmut Krämer,
Peter Kohnen und Co. die Statue aus ihrer
Verankerung - zu den Klängen des vom Knappenchor
angestimmten Barbara-Lieds. Zufriedener und
vielfach gelobter Zeuge der Zeremonie: Hans
Berger, früher Chef der alten IGBE und
EBV-Aufsichtsrat. Er hatte sich engagiert bei der
EBV-Geschäftsführung um deren Vorsitzenden Dr.
Ewald Mesmann für die Rückkehr der
Barbara-Statue eingesetzt.
Und noch eine Aufwertung wird die heilige Barbara
im Alsdorfer Gemeinschaftsleben erfahren. Bürgermeister
Helmut Klein verkündete sowohl in Kohlscheid wie
bei der anschließenden Feier in Alsdorf: Zusätzlich
zur alljährlichen kirchlichen St. Barbara-Feier
in Alsdorf-Ost („und keineswegs in Konkurrenz
dazu!") soll es jetzt am 4. Dezember eine städtische
Barbara-Feier im Rathaus geben.
Dass die so Geehrte soviel „Aufhebens" wert
ist, machten verschiedene Wortbeiträge in der
Stadthalle deutlich. Pastor Konrad Dreeßen von
den katholischen Unio-Gemeinden und Pfarrer Ulrich
Eichenberg von der Evangelischen Kirchengemeinde Alsdorf
erinnerten an die Verehrung der Schutzpatronin
seit dem Beginn des Alsdorfer
„Bergbauzeitalters" um 1850. Pfarrer Ulrich
Eichenberg - als Protestant nicht der
Heiligenverehrung verdächtig - würdigte Barbara
gar als „ökumenische Schutzpatronin".
Denn: „Die Barbara im Stollen erinnerte sie an
Gott. Wir alle liegen in unserem Tun in Gottes
Geborgenheit, auch in der Arbeitswelt."
Warum gerade Barbara Bergleuten soviel bedeutet,
machte dann Geschichtsvereins-Vorsitzender Rudolf
Bast in einem historischtheologischen Abriss
deutlich. Sie sei eine Gestalt auf der Schwelle
von Heidentum zu Christentum in der Spätantike.
Sie selbst war Christin, sollte aber von ihrem
heidnischen Vater dafür mit dem
Tode bestraft werden. Auf der Flucht vor ihm öffnet
sich für sie ein Fels oder Berg, der sie zunächst
rettet. (jope)
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Aachener
Zeitung vom 21.3.2007
Kameradschaft
als Schlüssel zum Erfolg
Knappenchor
St. Barbara ist auch heute im Ex-Wurmrevier bei
Veranstaltungen gerne gesehen und vor allem gerne
gehört
Alsdorf.
Sie sind zwar in die Jahre gekommen, halten aber
nach wie vor fest zusammen: Die Sänger des
Knappenchores St. Barbara des Bergbaumuseums
Wurmrevier Alsdorf. Jetzt trafen sie sich zur
Jahreshauptversammlung im Proberaum des
Bergbaumuseums, wo sie vom Vorsitzenden Josef
Mores willkommen geheißen wurden. Dieser freute
sich besonders über den Besuch von Josef Kohnen,
dem Vorsitzenden des Bergbaumuseums. Ihm überreichte
Mores einen Betrag von 200 Euro als Spende für
die geplante Kapelle zu Ehren der heiligen Barbara
auf dem Gelände des Anna-Parks. Vor Eintritt in
die Tagesordnung gab es den musikalischen Auftakt
des Chores mit dem Lied „Schwarze Kittel",
wobei der Chor unter der bewährten Leitung von
Volkmar Michl sein Können unter Beweis stellte.
Umfangreich dann der Geschäftsbericht 2006 von
Geschäftsführer Dieter Buhl, der die zahlreichen
Aktivitäten mit 20 Auftritten nochmals Revue
passieren ließ. Der Knappenchor zählt derzeit 33
Aktive und freut sich über jeden neuen Zugang:
„Dem Satzungszweck, den Menschen bergmännisches
Liedgut näher zu bringen, ist der Knappenchor St.
Barbara wieder gefolgt", freute sich der
Geschäftsführer. Der Chor erfreue sich bei den
Vereinen großer Beliebtheit, wie die zahlreichen
Verpflichtungen unter Beweis stellten. Er sei
populär, weil er bei öffentlichen Anlässen Präsenz
zeige. Besonders, herausgestellt wurde die
Mitwirkung beim 150-jährigen Bestehen des
Knappschaftskrankenhauses Bardenberg. Dieter Buhl
erinnerte auch an die Aufnahme einer CD in den
Pfarrkirchen St. Peter und Paul sowie St. Balbina.
Er dankte den Chormitgliedern für die
disziplinierte Mitarbeit und rege Teilnahme. Ein
besonderer Dank galt Chorleiter Volkmar Michl für
seinen geduldigen Einsatz und seinem Vertreter
Franz-Josef Palm. „Schlüssel unseres Erfolges
ist die., gute Kameradschaft",
beendete" Dieter Buhl seinen Jahresrückblick.
Es folgten der Kassenbericht durch Kassierer
Siegfried Liebert sowie der Kassenprüfungsbericht
durch Franz-Josef Hillenbrand, bevor Rolf Laschet
mit der euwahl des Vorstandes beauftragt wurde,
der zunächst mit Worten des Dankes für die
geleistete Arbeit die Entlastung des alten
Vorstandes herbeiführte. Die Neuwahl brachte
folgendes Ergebnis: Alter und neuer Vorsitzender
Josef Mores; Stellvertreter Robert Steinbusch und
Anton Schmitz; 1. Geschäftsführer Dieter Buhl,
2. Manfred Borchert; 1. Kassierer Siegfried
Liebert, 2. Rolf Laschet; Beisitzer Rudolf Brandt
und Manfred Gänsler; Notenwart Günther Schwarz;
Revisoren Josef Hillenbrand und Gustav Poerschkens;
Pressewart und Chronist Detlef Höcker.
Geehrt wurden einige Mitglieder für langjährige
Treue. 10 Jahre: Detlef Höcker; Willi Jäckle,
Gustav Poersthkens und Alfred Hauch; 30 Jahre:
Anton Schmitz. Sie erhielten Taschenuhren. Außerdem
überreichte Josef Kohnen das Buch „Vor
Ort". (rp)

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Super
Mittwoch 21.3.2007
Kameradschaft
als Schlüssel zum Erfolg
Ehrungen
beim Alsdorfer Knappenchor
Alsdorf. Im vorigen Jahr hat der Chor 20 Auftritte
absolviert.
Sie
sind zwar in die Jahre gekommen, halten aber nach
wie vor fest und treu zusammen: Die Sänger des
Knappenchores St. Barbara des Bergbaumuseums
Wurmrevier.
Vorstand
Jetzt trafen sie sich zur
Jahreshauptversammlung mit Neuwahl des Vorstandes
im Proberaum des
Bergbaumuseums, wo sie vom nach wie vor äußerst
agilen Vorsitzenden Josef Mores willkommen geheißen
wurden. Umfangreich dann der Geschäftsbericht
über das Jahr 2006 von Geschäftsführer Dieter
Buhl, der die zahlreichen Aktivitäten mit 20
Auftritten im Jahr 2006 nochmals Revue passieren
ließ. Der Knappenchor zählt derzeit 33 Aktive
und freut sich über jeden neuen Zugang. Ein
besonderer Dank galt Chorleiter Volkmar Michl für
seinen geduldigen Einsatz und seinem Vertreter
Franz-Josef Palm. „Schlüssel unseres Erfolges
ist die gute Kameradschaft", beendete Dieter
Buhl seinen Jahresrückblick.
Rückschau
gehalten
Die Neuwahl erbrachte folgendes Ergebnis: Alter
und neuer Vorsitzender Josef Mores; Stellvertreter
Robert Steinbusch und Anton Schmilz; 1. Geschäftsführer
Dieter Buhl, 2. Manfred Borchert; 1. Kassierer
Siegfried Liebert, 2. Rolf Laschet; Beisitzer
Rudolf Brandt und Manfred Gänsler; Notenwart Günther
Schwarz; Revisoren Josef Hillenbrand und Gustav
Poerschkens; Pressewart und Chronist Detlef Höcker.
Im Mittelpunkt stand gleich zu Beginn die Ehrung
einiger Mitglieder für langjährige
Mitgliedschaft durch den Vorsitzenden: zehn Jahre:
Detlef Höcker, Willi Jäckle, Gustav Poerschkens
und Alfred Hauch; 30 Jahre: Anton Schmilz. (r)
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| Aachener
Nachrichten vom 10.3.2007
Streckenausbau
sucht Anschluss
Vollendung
des Besucherbergwerks Grube Anna 2 geht voran.
Fundamente der alten Kohlenwäsche zwingen Planer
zu einem „Umweg unter Tage".
Alsdorf.
Die Wetterverhältnisse in den vergangenen Monaten
haben den weiteren Ausbau des zweiten Abschnittes
des zukünftigen Besucherbergwerkes auf dem Gelände
des Bergbaumuseums „Grube Anna 2" an der
Herzogenrather Straße ohne große Unterbrechungen
möglich
gemacht.
Die
Mitglieder Gustav und Emil Schilawa,
die zurzeit den erkrankten Bauleiter Armin Kunze
vertreten, haben zusammen mit den Mitarbeitern des
Museums und den ehrenamtlichen Helfern des Vereins
einen schwierigen Bauabschnitt bewältigen können.
Mächtige
Beton- und Ziegelfundamente
der ehemaligen Kohlenwäsche Anna hatten das ursprüngliche
Vorhaben der Planer unter der Leitung von Hartmut
Krämer, nämlich den Streckenausbau nach Westen,
vom Keller der alten Schmiede aus direkt bis zum Fördermaschinenhaus
fortzusetzen, hinfällig werden lassen. So war man
gezwungen, die unüberwindbaren Hindernisse zunächst
mit einem nach Süden abzweigenden und bis zur
Rasensohle führenden Bremsberg zu umgehen.
Bleche
und Beton
Nachdem
in offener Baugrube die Streckensohle betoniert
und der
Bogenausbau fertig gestellt worden waren, gehen
die Arbeiten mit dem Abdecken des
Streckenabschnitts durch so genannte Verzugsbleche
und der sich daran anschließenden
Betonverschalung voran. In den folgenden Segmenten
soll der Anschluss des schon bestehenden
Abschnitts im Besucherbergwerk - im Keller des Fördermaschinenhauses
- realisiert werden.
Mit
Hilfe von Sponsoren und bei weiterhin günstigen
Wetterverhältnissen kann im Lauf des Jahres mit
der Fertigstellung der neuen Strecke gerechnet
werden.
So
hofft/jedenfalls der Museumsverein,
Damit kann den Besuchern ein weiterer spannender
Blick auf die Geschichte des Steinkohlenbergbaus
im Aachener Revier geboten werden. Das soll auch
nicht an dem zur Wochenmitte verübten Öl-Anschlag
scheitern. (hgs)
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Aachener
Nachrichten vom 9.3.2007
Erdreich
wurde mit Öl
kontaminiert
Zerstörungen
im Bereich des Bergbaumuseums
Alsdorf.
Unbekannte haben wieder
einmal die Einrichtungen des Bergbaumuseums Grube
Anna II heimgesucht und erhebliche Zerstörungen
angerichtet. Das geschah in der Nacht zum
Mittwoch, wie gestern mitgeteilt wurde.
Rund
um das Fördermaschinenhaus
hatten sie, vermutlich auf der - vergeblichen -
Suche nach verwertbaren Edelmetall, eine Spur der
Verwüstung hinterlassen. Eingerissene Zäune,
aufgebrochene Türen und eingeschlagene
Fensterscheiben am Gebäude und an den daneben
aufgestellten historischen Schienenfahrzeugen
wurden am frühen Mittwochmorgen von den
Museumsmitarbeitern entdeckt.
Höhepunkt
der nächtlichen Zerstörungswut
war die Verseuchung eines etwa 100 Quadratmeter
großen Areals vor dem westlichen Eingang des Fördermaschinenhauses
mit Maschinen- und Hydrauliköl, das von den Tätern
aus zwei gewaltsam geöffneten Fässern vergossen
worden war.
Das
kontaminierte Erdreich ist inzwischen im Auftrag
des Grundstückseigentümers, der
Landesentwicklungsgesellschaft (LEG), abgetragen
und entsorgt worden. Auch Schäden am Gebäude müssen
beseitigt werden
Museumsleitung
und LEG bitten um Mithilfe bei der Täterfahndung.
Wer von den Anliegern zur Tatzeit entsprechende
Beobachtungen gemacht hat, möge sich bei der
Museumsverwaltung unter 02404/558 780 oder bei der
örtlichen Polizei melden.

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Aachener
Zeitung vom 8.3.2007
Ein
spannender Blick in die Geschichte des Bergbaus
Ausbau
des Besucherbergwerks Grube Anna II macht gute
Fortschritte. Neue Strecke soll noch in diesem
Jahr fertig werden.
Alsdorf. Die Wetterverhältnisse in den
vergangenen Monaten haben den weiteren Ausbau des
zweiten Abschnitts des zukünftigen
Besucherbergwerks auf dem Gelände des
Bergbaumuseums „Grube Anna II" an der
Herzogenrather Straße ohne große Unterbrechungen
möglich gemacht.
Gustav und Emil Schilawa, Mitglieder des Vereins
Bergbaumuseum Wurmrevier, die zur Zeit den
erkrankten Bauleiter Armin Kunze vertreten, haben
zusammen mit den Mitarbeitern des Museums und den
ehrenamtlichen Helfern des Vereins einen
schwierigen Bauabschnitt bewältigen können: Mächtige
Beton- und Ziegelfundamente der ehemaligen Kohlenwäsche
Anna II hatten das ursprüngliche Vorhaben der
Planer des Vereins unter Leitung von Hartmut Krämer,
den Streckenausbau nach Westen vom Keller der
alten Schmiede aus direkt bis zum Fördermaschinenhaus
fortzusetzen, hinfällig werden lassen. So war man
gezwungen, die unüberwindbaren Hindernisse zunächst
mit einem nach Süden abzweigenden und bis zur
Rasensohle führenden Bremsberg (Rampe) zu
umgehen.
Nachdem in einer offenen Baugrube die
Streckensohle betoniert und der Bogenausbau fertig
gestellt wurde, gehen die Arbeiten. jetzt mit dem
Abdecken des Streckenabschnitts durch so genannte
Verzugsbleche und der sich daran anschließenden
Betonverschalung weiter voran. In den folgenden
Bauabschnitten soll dann der Anschluss an den
schon bestehenden Abschnitt des Besucherbergwerks
im Keller des Fördermaschinenhauses gelingen.
Mit Hilfe tatkräftiger Sponsoren und mit
weiterhin günstigen Wetterverhältnissen kann im
Laufe des Jahres, so hofft der Museumsverein, mit
der Fertigstellung der neuen Strecke gerechnet und
damit den Museumsbesuchern ein weiterer,
spannender Blick auf die Geschichte des
Steinkohlenbergbaus im Aachener Revier geboten
werden.
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Aachener
Nachrichten vom 6.1.2007
Barbara-Stele
markiert Standort untertage
Platz
für Gedächtniskapelle der Schutzheiligen muss
neu geplant werden. Museumsverein Grube Anna 2
beugt sich Neubauabsichten beim Annapark.
Lochstein aus belgischem Granit erinnert an
Arbeit der Kumpel in der Tiefe.
Alsdorf. Mit weiteren Aktivitäten rund um das
Thema „Barbara-Figur" hat das neue Jahr für
einige Vorstandsmitglieder des Vereins
Bergbaumuseum Grube Anna 2 begonnen. Zu hiesigen
Bergbauzeiten stand in Schachtnähe zunächst
auf der 610-Meter- und später auf der
860-Meter-Sohle eine Figur der Heiligen Barbara.
Die Darstellung der Patronin der Bergleute ist
etwa 1,30 Meter hoch und im Metallgussverfahren
hergestellt. Seit dem Ende des Bergbaus in
Alsdorf zum Jahresende 1992 hat die
Barbara-Figur ihren Platz im Foyer der
ehemaligen Hauptverwaltung des Eschweiler
Bergwerk-Vereins (EBV) in Kohlscheid gefunden.
Engagierte des Bergbaumuseums Grube Anna 2
entwickelten im vorigen Jahr die Idee, auf dem
Gelände der früheren Zeche eine Kapelle als
Heimstatt für :diese Barbara-Figur zu
errichten. Diese Pläne sollten in wenigen
Jahren, auch dank einer gerade angelaufenen
Spendenaktion; Wirklichkeit werden.
Raumprobleme
Dennoch hat sich bei der Verwirklichung der Idee
ein Problem ergeben. Bei genauerer Untersuchung
der Platzverhältnisse stellte sich nämlich
heraus, dass der geplante Ort für die
Barbara-Figur viel' zu nah an der zukünftigen
Wohnbebauung im Annapark liegt. An die
Errichtung der Kapelle dort ist leider nicht
mehr zu denken, bedauert der Vereinsvorstand.
Bevor die endgültige räumliche Verschiebung
vorgenommen wird, stand. beim Museumsverein der
Entschluss fest), dass der ursprüngliche
Standort der Barbara-Figur untertage dennoch im
Bewusstsein der Bevölkerung bewahrt bleiben
muss. Daher wurde jetzt in unmittelbarer Nähe
des ursprünglichen Standortes zur dauerhaften
Markierung ein so genannter Lochstein im Stil
bekannter Grenzsteine gesetzt.
Die knapp 1,60 Meter hohe Stele aus belgischem
Granit war kurz vor Weihnachten von der Firma
Frechen in Oidtweiler fertig gestellt und nach
Alsdorf in Sicht weite des Kokerei-Wasserturms
transportiert worden. Sie zeigt auf der
Vorderseite den Schriftzug „St. Barbara"
und umlaufend zu den anderen Pachtungen die HöhenMarken
für die 610- und 860-Meter-Sohle. (pt) |
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Aachener
Zeitung vom 14.12.2006
Barbara-Figur
soll eine Kapelle bekommen
Alsdorfer
Bergbaumuseumsverein will die Erinnerung an die
Schutzpatronin wach halten. Spenden sind
willkommen. Einst grüßte die Figur die Bergmänner
auf der 860-Meter-Sohle. Ein kleiner Ortswechsel
ist unumgänglich.
Alsdorf. Zu Alsdorfer Bergbauzeiten hing in
Schachtnähe zunächst auf der 610-Meter- und später
auf der 860-Meter-Sohle eine Figur der Heiligen
Barbara. Die Darstellung der Patronin der
Bergleute ist etwa 1,30 Meter hoch und im
Metallgussverfahren hergestellt.
Der Entwurf der Gussform aus ' dem Jahre 1930
stammt vom Bildhauer, Holzschnitzer und Porträtplastik
Künstler Heinrich Moshage. Aktuell hat die
Barbara-Figur ihren Platz im Foyer der ehemaligen
Hauptverwaltung des EBV gefunden. Vorständler des
Vereins Bergbaumuseum Wurmrevier hatten die Idee
entwickelt, auf dem Anna-Gelände eine Kapelle als
neue Herberge für diese Barbara-Figur zu
errichten. Diese Pläne sollen in zwei bis drei
Jahren auch Dank einer jetzt angelaufenen
Spendenaktion Wirklichkeit werden. Hierzu hat der
Verein ein Spendenkonto (Bergbaumuseum Wurmrevier
e.V., Konto-Nr. 1071515280, BLZ 390 500 00,
Sparkasse Aachen) eingerichtet. Zahlscheine liegen
in den Geschäftsstellen der Sparkasse Aachen und
im Bergbaumuseum in der Herzogenrather Straße
bereit. Bei genauer Untersuchung der Örtlichkeiten,
so Museumsgeschäftsführer Dr. Georg Kehren, hat
sich herausgestellt: „Der ursprüngliche Punkt
der Barbara-Figur befindet sich so nah an der
geplanten Wohnbebauung, dass hier an die
Errichtung einer Kapelle nicht zu denken
ist." Sie wird räumlich also etwas
verschoben werden müssen. Um jedoch diesen ursprünglichen
Standort im Bewusstsein der Menschen zu bewahren,
wird der Verein demnächst zur dauerhaften
Markierung der Stelle einen Lochstein anbringen.
Belgischer Granit
Diese knapp 1,60 Meter hohe Stele aus belgischem
Granit ist von der Firma Frechen in Oidtweiler
angefertigt worden. Sie zeigt auf der Vorderseite
den Schriftzug „St. Barbara" und umlaufend
auf den übrigen drei Seiten die Höhenmarkierungen
für die 610-• und die 860-Meter-Sohle. (ot)
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Super
Sonntag 1.12.2006
Der
Alsdorfer Adventskalender erinnert an die
Bergbau-Zeit
Burgverein
und Bergbaumuseum sorgten für Gestaltung
Alsdorf. Dritte Auflage des Kalenders ist dem
Bergbau gewidmet.
„Das waren noch Zeiten, als der Bergbau in
Aisdorf in voller Blüte stand" mag so
mancher denken, der den diesjährigen
Adventskalender des Burgvereines Aisdorf in Händen
hält. Denn als Titelseite des Kalenders wählte
der Burgverein im dritten Jahr der Herausgabe
eines Alsdorfer Adventskalenders diesmal nicht die
Burg, sondern die Silhouette Alsdorfs aus der
Bergbau-Zeit. Hinter den 24 Türchen verbergen
sich 24 Motive aus dem Bergbau-Geschehen,
schwarz-weiße, wie auch farbige Bilder sind hier
vertreten, die an vergangenen Zeiten des Bergbaus
erinnern, aber auch ein Kirmes-Riesenrad vor dem Förderturm
zeigen.
„Aus 10.000 archivierten Bildern haben wir diese
24 Motive ausgewählt", berichtet Hans-Georg
Schardt vom Bergbaumuseum Wurmrevier. Damit, so
sind sich Burgverein und Bergbaumuseum einig,
wolle man der bei Jugend, die die Zeiten des
Bergbaus nicht miterlebt habe, Interesse wecken,
aber auch die Erinnerung an den Bergbau wach
halten, der Alsdorf über Jahre geprägt hat.
„So kam es zu der Idee anstelle der Burg den
Bergbau als Thema des Adventskalenders zu wählen",
berichtet Bundestagsabgeordneter Helmut Brandt,
zugleich auch Vorstandsmitglied des Burgvereines.
Der Adventskalender weckt jedoch nicht nur
Erinnerungen an den Bergbau, die Besitzer des
Kalenders, können auch etwas gewinnen. 56
Partnergeschäfte aus Alsdorf haben den Burgverein
Gutscheine zu jeweils 20 Euro zur Verfügung
gestellt, jede Woche werden davon 15 Stück
verlost. Der Erlös aus dem Kalender-Verkauf kommt
dem Bergbaumuseum und dem Burgverein zu Gute, (fr)
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Aachener
Nachrichten vom 23.11.2006
Aachener
Sammlung ist jetzt in Alsdorf
Paläontologische
Fundstücke im Schmiedegebäude
Alsdorf. Seit kurzem befindet sich die paläontologische
Sammlung des Geologischen Institutes, Lehr - und
Forschungsgebiet Geologie und Paläontologie an
der Rheinisch Westfälischen Hoch schule Aachen,
in Alsdorf. Bedingt durch Umstrukturierungsmaß
nahmen musste sich das Institut an der Aachener
Lochnerstraße von der Sammlung paläontologischer
Fundstücke trennen. Auf der Suche nach möglichst
kompetenten Abnehmern der kompletten Sammlung von
vorzeitlichen fossilen Lebewesen wurden zu Beginn
des Jahres auch Kontakte zum Verein Bergbaumuseum
(BbM) Wurmrevier in Alsdorf auf genommen.
Präsentation
Institutsleiter Professor Kukla und Mitarbeiter
Werner Kraus konnten davon überzeugt werden, dass
für eine spätere öffentliche Präsentation der
Sammlung in Alsdorf optimale Bedingungen
geschaffen werden können. Der Vorstand des
Museumsvereins stimmte einer Übernahme sofort zu.
Schon im Besitz einer Sammlung mineralogischer
Exponate des Geologischen Institutes der RWTH und
der Mineraliensammlung der, ehemaligen Bergschule
Aachen, kann nun mit den Fossilien die
Dokumentation der erdgeschichtlichen Vorgänge in
der Region und im Bergbaumuseum vervollständigt
und Besuchern präsentiert werden.
Abbau und Transport der Sammlung organisierten die
Vorstandsmitglieder Reinhard Gaipl und Philipp
Vohn, unterstützt durch den Präparator des
Instituts Werner Kraus. Neun Sammlungsschränke
mit Glasaufsätzen, zwei Stahlschränke und 40
Umzugskartons mit sorgfältig verpackten Exponaten
mussten bereitgestellt und per Möbelspedition
nach Alsdorf gebracht werden. Die Kosten der
Transaktion von etwa l 500 Büro übernahm der
Verein Bergbaumuseum Wurmrevier. Bis zur endgültigen
Präsentation im Schmiedegebäude lagert die
Sammlung in Räumen der ehemaligen
Maschinenhauptwerkstatt des Eschweiler
Bergwerks-Vereins in Mariadorf. (hgs)
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Aachener
Nachrichten vom 19.10.2006
Verein
stellt Antrag auf Denkmalschutz
Alsdorf. Auf den drohenden Abriss der Anna 2-Gebäude
nördlich der Herzogenrather Straße, auf den die
„Nachrichten" am 6. Oktober aufmerksam
machten, hat der Bergbaumuseumsverein reagiert. An
die Stadtverwaltung wurde appelliert, die
Abrissgenehmigung zu verweigern bzw. zu
widerrufen. Der Alsdorfer Museumsvereins
beantragt, die in Frage kommenden Gebäude - die
er zum Teil nutzen möchte - unter Denkmalschutz
zu stellen. Das Rheinische Amt für Denkmalpflege
wurde über den Wunsch des Museumsvereins
informiert und um ein Gutachten gebeten.
(rh)
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Aachener
Nachrichten vom 7.10.2006
Am
Energiemix der Zukunft könnte auch das alte
Revier teilhaben
Visionäre
Gedanken des Alt-Alsdorfer Gewerkschafts-Chefs
Prof. Hans Berger. Abhängigkeiten von Erdöl und
-gas reduzieren. Steinkohle /problemarm verfügbar.
Alsdorf.
Bis in die 60er, 70er, 80er und selbst bis in die
90er Jahre hinein - siehe die Grube Anna in Alsdorf - prägte der Bergbau das Gesicht des
Nordkreises. Dann wurde, so ließen Politik und
Wirtschaft damals im Brustton der Überzeugung
verlauten, der Abbau der hiesigen
subventionierten Kohle zu teuer.
Je nach politischer oder ideologischer
Sichtweise versprachen, sich die jeweiligen Wortführer
von der Kernkraft einerseits und alternativen
Energien (Wind, Sonne) andererseits die Lösung
aller zukünftigen (Energie-) Probleme.
Heute stellen sich viele in Deutschland die
umgekehrte Frage: Sollte die Kohle nicht eine neue
positive Bewertung erfahren, wenn weltweit knapper
werdende 1 Energie unseren Wohlstand und den
Weltfrieden gefährdet?
Hans Berger, heute im Saarland lebender
Alt-Alsdorfer aus Kellersberg sowie früherer
Bundestagsabgeordneter und IG
Bergbau-Cheffunktionär, ging dieser Frage in
einem Vortrag vor den Mitgliedern und Gästen
des Vereins Bergbaumuseum Anna 2 im Alsdorfer
Rathaus nach.
Eine steigende Weltbevölkerung, so Prof. Hans
Bergers Eingangsthese, verlange einen steigenden
Energieverbrauch. Der ist aber in Zeiten sinkender
Akzeptanz von Kernenergie und der geringen
Kapazität alternativer Energien kaum zu leisten.
Der weltweite Energieverbrauch und -bedarf werde
zurzeit zu 80 Prozent durch fossile Energieträger
wie Kohle, Öl und Gas gedeckt. Dabei habe vor
allem in Deutschland die Abhängigkeit vom
russischen Erdgas „nahezu bedrohliche Ausmaße"
angenommen.
Längst nicht vorbei
Für
die Energieszenarien der Zukunft habe die Kohle
einen entscheidenden Vorteil: Während die Öl-
und Gasvorkommen in weltpolitisch labilen bzw. in
Militärkonflikte verwickelten Krisengebieten
liegen (Russland und der Nahe Osten), könne Kohle
noch massenhaft in politischen stabilen Ländern
abgebaut werden (USA, Australien, Südafrika,
Indonesien). Allein deshalb gelte: „Das
Kohlezeitalter ist noch längst nicht
vorbei!" Selbst in europäischen Ländern
werde wieder über den Abbau noch vorhandener
Steinkohle nachgedacht.
Von diesen Gedankenspielereien, gar Visionen, könnte
sogar unsere nähere Heimat betroffen sein. Hans
Berger: „Die Niederländer haben ihre
Abbaurechte an einem Kohlefeld im Norden von Hückelhoven
nie aufgegeben. Ich halte es nicht für
unwahrscheinlich, dass dort eines nicht fernen
Tages wieder Kohle zu Tage gebracht wird."
Und in diesem Zusammenhang erinnerte der
Honorarprofessor an die vor langem festgestellten
Flöze im Norden Baesweilers, den so genannten „Settericher
Horst".
Jüngst setzte sich der frühere
Wirtschaftsminister und jetzige Ruhrkohle-AG-Chef
Dr. Werner Müller dafür ein, in der Nähe des
westfälischen Marl eine Steinkohle-Zeche (Donar)
abzuteufen. Hintergrund der RAG-Überlegungen:
Kohle zu Koks, und dieser als wichtige Komponente
für die Stahlproduktion im Ruhrgebiet. Dort
sollte man sich nicht zu abhängig machen von
importierter Kohle aus China.
Und noch ein europäisches Beispiel nannte Hans
Berger für ein Umdenken in Sachen Kohle: Die
Franzosen hätten vor drei Jahren ihren
Steinkohlebergbau geschlossen. Vor wenigen Tagen
sei nun aus den Medien zu erfahren gewesen, dass
eben diese kernkraftgläubigen Franzosen ein neues
Bergwerk errichten wollen.
Subvention
nötig
Scharf
wandte sich der Gewerkschafter Hans Berger gegen
die totale Herrschaft des Freien Marktes im
Energiesektor. „Dass die Unternehmen so denken
und möglichst billig produzieren und einkaufen möchten,
ist nicht verwunderlich und durchaus
legitim." Der Staat müsse aber auch den
Verbraucher im Auge behalten - und der Kohle mit
Subventionen unter die Arme greifen.
Die Äußerungen des 68-Jährigen stießen bei den
Veranstaltungsbesuchern auf Interesse und
Zustimmung. Allerdings wurde auch befürchtet,
dass In Zeiten der Globalisierung Kämpfer wie
Hans Berger im politischen Raum zumindest
derzeit noch „auf verlorenem Posten"
agieren könnten.
(pt)
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Aachener
Nachrichten vom 18.9.2006
Ein
gelungenes Duo mit Hörn und Harfe
Letztes
Jahreskonzert im Bergbaumuseum mit den Wiener Künstlern
Julia Reth und Roland Horvath erfüllte die
Erwartungen des Publikums. Leichtfüßige Erläuterungen
zu Werken und Instrumenten. Tournee durch
Deutschland.
Alsdorf.
Die Erwartungen der Besucher waren nach dem hohen
Niveau der „Phönix"-Konzertreihe mit
Preisträgern der
Jugend-musiziert-Bundeswettbewerbe beim
Abschlusskonzert in der Umformerhalle erneut hoch.
Und dies mit Recht: Die in Bayern geborene
Harfenistin Julia Reth mit ihrer internationalen
Orchestererfahrung spielt unter anderem bei den
Wiener Philharmonikern und Symphonikern; der
routinierte Hornist Roland Horvath ist Mitglied
der Wiener Philharmoniker und des Wiener
Staatsopernorchesters. Die Erwartungen wurden von
den beiden zur Zufriedenheit des Publikums erfüllt.
Zu den sdiönen „Begleit-Noten" des
Konzertes gehörten die von Roland Horvath im gemütlichen
Wiener Plauderton eingestreuten Bemerkungen zu den
aufgeführten Werken und zur Technik der
Instrumente Hörn und Harfe. Hier kam Musikpädagogik
ohne Belehrung mit erhobenem Zeigefinger, sondern
vielmehr leichtfüßig daher.
Nach dem einleitenden Ave verum von Mozart in
Harfen-Horn-Bearbeitung führte Roland Horvath bei
den Mozart-Variationen in Es-dur von Glinka schön
vor, wie sein F-Horn ohne die Benutzung Von
Ventilen klingt: nämlich wie ein reines
Naturhorn. Mit glitzernden Arpeggien demonstrierte
Julia Reth bei der Reverie des belgischen'
Komponisten und Harfenisten Alphonse Hasselmans
ihr Solo-Können an der Harfe.
Nach einem melancholischen Block mit Melodien aus
Tschaikowskis Schwanensee und der Serenade mélancolique
von Hasselmans verbreitete dann „Roseri aus dem
Süden" von Johann "Strauß Wiener
Flair. Hier ist dem Wiener Walzer-König Schönes
gelungen: Er weitete eine ursprüngliche
Tanzkomposition zu einer symphonischen
Komposition.
Im zweiten Programmteil begeisterte Julia Reth
beim Chanson an die Nacht von Carlos Salzedo mit
perlenden Harfen-Glissandi. Roland Horvath pauste
bei der Arie „Una furtiva lagrima" aus
Donizettis „Liebestrank" seinen Hornklang
schön an die originale Tenor-Vorlage an. Was
Horvath hier gelang, führte beim von Julia Reth
an der Harfe umspielten Tannhäuser-Potpourri zu
wenig erfreulichen Ergebnissen. Die Übertragung
der Lieder des Wagnerschen „Sängerkrieges"
auf das Instrument Hörn ließ die Schönheit des
Originals verblassen. Da wurden nämlich, um die
Melodien für das Hörn spielbar zu machen - was
dann Horvath allerdings in Teilen auch misslang -
bedenkliche Eingriffe im Wagnerschen Original
vorgenommen.
Konzertorganisator Karl-Peter Schroeder
verabschiedete die beiden Künstler aus Wien mit
einer Stärkung für eine weitere
Deutschland-Tournee: dem obligaten Bergmanns-Pöngel,
gefüllt mit Süßigkeiten.

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23.
April 2004
Museumsverein
besuchte Schloß Dyck in Jüchen
Gartenkunst
und Botanik hinterließen bleibenden Eindruck
Unter
der fachkundigen Führung des Geschäftsführers
der Stiftung Schloß Dyck Jens Spanjer sowie
der persönlichen Begleitung des Ministerialdirigenten
Hans-Dieter Collinet erlebten die Mitglieder des
Museumsvereins sowie mehrere Gäste einen
eindrucksvollen Frühlingsnachmittag. Die
botanische Vielfalt der Anlagen rund um Schloss
Dyck sowie die historische Wasserburg mit ihrer
900 Jahre alten Geschichte bilden einen Attraktionspunkt
unserer Region, der sich mit aktuellen Fragen
rund um die Themen Gartenkunst, Gartendenkmalpflege,
Landschaftsarchitektur und Städtebau auseinandersetzt.
Weitere Informationen zu Schloss Dyck findet man
auf der Internetseite der Stiftung
Schloss Dyck "www.stiftung-schloss-dyck.de".
Für
alle Teilnehmer als Erinnerung und für alle
Interessierte:
Fotostrecke
des Besuches |
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30.
Oktober 2003
Mitgliederversammlung
Euregionale
2008 und Energiemuseum
Zu
einer interessanten und öffentlichen Mitgliederversammlung
mit aktuellem Hintergrund lud der Verein Bergbaumuseum
Wurmrevier am Donnerstag, 30. Oktober, 19 Uhr,
in den Sitzungssaal des Herzogenrather Rathauses
(Rathausplatz 1) ein. Der Verein informierte über
die Projektvorstellungen und den jeweiligen Planungsstand
zur „Euregionale 2008“. Hierzu haben
bekanntlich die Städte und Kommunen Alsdorf,
Herzogenrath, Übach-Palenberg, Landgraaf
und Kerkrade Projekte angemeldet.
Zunächst hielt Diplom-Ingenieur Ajo Hinzen
vom Büro für Kommunal- und Regionalplanung
einen Vortrag „Bergbaufolgelandschaften
in der Euregio“. Anschließend referierte
der Oberbaurat Diplom-Ingenieur Harald Richter
(Stadt Alsdorf) über das „Euregionale
Zentrum für Energieentwicklung und Bergbaugeschichte“.
Nach den Referaten bestand die Gelegenheit zur
Diskussion. |
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Oktober
2003
3.
Konzertreihe im Fördermaschinenhaus beendet
Mit
Frische, Schwung und barocker Würde
Schade,
dass die 3. Konzertreihe in der Umformerhalle
des Bergbaumuseums-Fördermaschinenhauses
schon zu Ende gegangen ist. Klasse, dass das Abschluss-Konzert
zum Auftakt des Alsdorfer Europafestes in punkto
musikalisches Niveau und Besucher-Zuspruch noch
eine Steigerung zum Vorherigen brachte. Dank sei
dafür den auftretenden Künstlern Haruna
Ikeda-Sprotte (Gambe), Marion Lieck (Querflöte),
Volkmar Michl (Cembalo) und Bernd Schulz (Oboe).
Die „Barockmusik im historischen Industrieambiente“
der vier Musiker bot jedenfalls ein großes
Maß an akustischem und optischem Genuss.

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12.
Juli 2003
Bergbaumuseum
feierte drei Tage
In Alsdorf entsteht „begehbare Geschichte“
„Glückauf,
Glückauf, der Steiger kommt!“
Alle vom „Bergmännischen Bläserensemble
St. Barbara“ intonierten Strophen dieses Liedes
sowie ein den Besuchern kredenzter Bergmannsschnapps
samt deftiger Brotzeit bildete die Begleitmusik
zur Einweihung der Unter-Tage-Strecke im „Bergbaumuseum
Grube Anna II“. |
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11.
Juli 2003
Umformerhalle erlebte Spitzen-Konzert
Feurig, flirrend und voll Klangschönheit
Das
Konzert für Violine und Klavier in der Umformerhalle
des Fördermaschinenhauses bildete die stilvoll-glänzende
Ouvertüre zum Sommerfest des Alsdorfer Bergbaumuseums.
Die selten große Besucherschar ließ
sich an diesem flirrenden Sommerabend zwei Stunden
lang durch die technische Meisterschaft der Künstler
Florian Meierott (Violine) und Stefan Palm (Klavier)
betören.
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| März
2003
Neues Anna-Buch erschienen
Unter
dem Titel "Anna - Die Halden" präsentiert
der Verein Bergbaumuseum Wurmrevier das nunmehr
vierte Buch der produktiven Zusammenarbeit des
Fotografen Algirdis Milleris und Harald Richter.
Es zeigt eindrucksvolle schwarz-weiß Fotografien
des für Alsdorf typischen Haldenensembles
gepaart mit Hintergrundinformationen, Anekdoten
und Sagen. Das Buch ist ab sofort im Bergbaumuseum
und im Buchhandel für 12,- Euro erhältlich.

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