Grube Gouley

1599 wurde die ehemalige im heutigen Würselener Stadtteil Morsbach gelegene Grube „Gute Ley“ in das Aachener Kohlwerksregister eingetragen. Um 1800 war sie die erfolgreichste Grube des Wurmreviers.

Nach der durch die Franzosen 1807 neu vergebenen Konzession und nach kostspieligen Aufschlussarbeiten kam Gouley 1808 wieder in Förderung, musste aber in den folgenden Jahren aufgrund geologischer Störungen mehr oder weniger starke Einbußen hinnehmen. 1817 kaufte der belgische Privatunternehmer Gerard Demet die Grube. Er ließ beide Schächte weiter abteufen und ersetzte 1819 die alte Wasserhaltung („Rosskunst“) durch eine Dampfmaschine. Damit stieg die Produktivität von Gouley wieder soweit, dass sie 1843 mit einer Jahresförderung von ca. 50.000 Tonen zur bedeutendsten Anlage des Wurmreviers wurde.

1858 gelangte Gouley in den Besitz der 1836 gegründeten „Vereinigungsgesellschaft für Steinkohlenbau im Wurmrevier“. Wenige Jahre nach Abteufen eines neuen Förderschachtes (Van-Goerschen-Schacht) übernahm der Eschweiler Bergwerks – Verein (EBV) 1907 alle Gruben der „Vereinigungsgesellschaft“.

Gouley wurde zu einer modernen Schachtanlage ausgebaut, auf der 1914 über 1200 Bergleute beschäftigt waren.

1950 erfolgte die Zusammenlegung mit der Kohlscheider Grube „Laurweg“. Mit der Verlegung der Laurweg-Belegschaft nach Gouley stieg die Zahl der Beschäftigten 1960 auf 3.200 Mann, die täglich 3000 Tonnen Anthrazitkohle förderten. Trotz Modernisierung der Fördereinrichtung auf dem Van-Goerschen-Schacht durch den Neubau eines Betonförderturms im Jahre 1960 und der Auffahrung einer neuen 850 m – Sohle wurde Gouley 1969 stillgelegt.